Neurofeedback bei ADHS und Konzentrationsproblemen

Wenn Aufmerksamkeit und Selbstregulation im Alltag schwerfallen

Konzentration ist keine Frage des Willens allein. Besonders bei ADHS oder ausgeprägten Aufmerksamkeits- und Regulationsproblemen kann es schwierig sein, den Fokus über längere Zeit zu halten, Aufgaben zu strukturieren oder zwischen Aktivierung und Ruhe zu wechseln.

Bei Kindern und Jugendlichen zeigen sich solche Schwierigkeiten häufig in Schule, Hausaufgabensituationen oder im Familienalltag. Erwachsene berichten eher von rascher Ablenkbarkeit, innerer Unruhe, Schwierigkeiten mit Organisation oder dem Gefühl, bei länger dauernden Aufgaben schnell den Faden zu verlieren.

Neurofeedback kann in solchen Situationen als ergänzendes Training in Betracht gezogen werden. Dabei wird die elektrische Aktivität des Gehirns gemessen und unmittelbar über einen Bildschirm rückgemeldet. Die Sensoren dienen ausschließlich der Messung und geben keine elektrischen Impulse ab.

neurofeedback

Mögliche Anliegen

Eine Anfrage kann unter anderem sinnvoll sein bei:

diagnostiziertem ADHS
ausgeprägten Aufmerksamkeits- oder Konzentrationsproblemen
rascher Ablenkbarkeit
Schwierigkeiten, bei Aufgaben länger dabeizubleiben
innerer Unruhe
Problemen mit Selbstregulation und Aktivierungssteuerung
Schwierigkeiten bei längeren schulischen oder beruflichen Anforderungen
Problemen mit Struktur und Aufgabenorganisation
dem Wunsch nach einem ergänzenden Training zu bereits bestehenden Behandlungen

Nicht jede Konzentrationsschwierigkeit weist auf ADHS hin. Aufmerksamkeit kann beispielsweise auch durch Schlafmangel, Stress, Ängste, depressive Belastungen oder andere körperliche beziehungsweise psychische Faktoren beeinflusst werden. Bei unklaren Beschwerden kann deshalb eine entsprechende diagnostische Abklärung sinnvoll sein.

Neurofeedback bei Kindern und Jugendlichen

Bei Kindern und Jugendlichen werden die Trainingsziele gemeinsam mit den Eltern festgelegt. Dabei ist nicht nur entscheidend, was während der Sitzung am Bildschirm passiert, sondern vor allem, ob sich relevante Veränderungen im Alltag zeigen.

Je nach Fragestellung können beispielsweise folgende Bereiche beobachtet werden:

Aufmerksamkeit bei schulischen Aufgaben
Ausdauer bei Hausaufgaben
Ablenkbarkeit
innere Unruhe
Selbststeuerung
Umgang mit Frustration
Wechsel zwischen Aktivierung und Ruhe

Die Rückmeldungen des Kindes beziehungsweise Jugendlichen sowie Beobachtungen der Eltern spielen bei der Einschätzung des Verlaufs eine wichtige Rolle. Wenn sinnvoll, können auch vorhandene Informationen aus Schule, Psychologie, Medizin oder Ergotherapie berücksichtigt werden.

Die Sensoren messen ausschließlich. Es wird kein Strom in den Kopf geleitet, und das Anbringen ist nicht schmerzhaft.

Neurofeedback bei Erwachsenen

Auch Erwachsene mit ADHS oder anhaltenden Konzentrations- und Regulationsproblemen können Neurofeedback nutzen.

Mögliche Themen sind beispielsweise:

Schwierigkeiten, den Fokus länger aufrechtzuerhalten
rasches Abschweifen
Probleme mit Aufgabenorganisation
innere Unruhe
Schwierigkeiten, Tätigkeiten zu beginnen oder zu Ende zu führen
Überforderung bei längeren Konzentrationsanforderungen

Auch hier werden die Trainingsziele individuell festgelegt und Veränderungen regelmäßig gemeinsam überprüft.

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Zielgruppe und Setting

Mein Neurofeedback-Angebot richtet sich an Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Aufmerksamkeits-, Konzentrations- oder Regulationsproblemen, beispielsweise im Zusammenhang mit ADHS.

Das Training findet im Einzelsetting in meiner Praxis in Stegersbach statt.

Eine vorhandene ADHS-Diagnose kann in die Planung einbezogen werden, ist für eine erste Anfrage jedoch nicht zwingend erforderlich. Neurofeedback ersetzt keine medizinische, klinisch-psychologische oder psychiatrische Diagnostik.

Bestehende psychotherapeutische, medizinische, ergotherapeutische oder medikamentöse Behandlungen werden durch Neurofeedback nicht automatisch ersetzt. Änderungen an einer laufenden Behandlung oder Medikation sollten nur in Abstimmung mit den jeweils zuständigen Fachpersonen erfolgen.

Ablauf und Rahmenbedingungen

Am Beginn steht eine Erstanalyse. Dabei besprechen wir das aktuelle Anliegen, bisherige Abklärungen, bestehende Behandlungen und mögliche Trainingsziele.

Je nach Fragestellung können zusätzlich Fragebögen, Beobachtungen oder EEG-basierte Messungen herangezogen werden. Auf dieser Grundlage wird gemeinsam eingeschätzt, ob Neurofeedback für das jeweilige Anliegen sinnvoll erscheint.

In den Trainingssitzungen wird die Gehirnaktivität mittels Sensoren gemessen und unmittelbar über den Bildschirm rückgemeldet. Die Trainingsziele werden individuell festgelegt und im Verlauf regelmäßig überprüft.

Neurofeedback wird üblicherweise über mehrere Sitzungen durchgeführt. Wie viele Termine sinnvoll sind und in welchen Abständen sie stattfinden, hängt vom jeweiligen Anliegen, der Reaktion auf das Training und den organisatorischen Möglichkeiten ab.

Entscheidend für die Verlaufsbeurteilung sind nicht nur Veränderungen während der Sitzung, sondern vor allem mögliche Auswirkungen im Alltag. Wenn sich keine nachvollziehbare Entwicklung zeigt oder das Training nicht passend erscheint, wird das weitere Vorgehen neu bewertet.

Informationen zu den aktuellen Kosten, zur Erstanalyse und zur Absageregelung finden Sie im FAQ-Bereich.

Kontakt und Terminvereinbarung

Für eine erste Anfrage genügt eine kurze Nachricht mit Ihrem Namen, einer Kontaktmöglichkeit und dem Hinweis, dass Sie sich für Neurofeedback interessieren. Ausführliche persönliche oder medizinische Informationen müssen Sie in einer unverschlüsselten E-Mail nicht übermitteln.

Sie erreichen mich telefonisch oder per SMS unter 0670 555 63 26 sowie per E-Mail unter praxis@psychotherapie-mt.at.

Falls ich während einer Sitzung nicht erreichbar bin, melde ich mich in der Regel innerhalb von 48 Stunden zurück.

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