Psychotherapie bei Angst und innerer Unruhe
Wenn Angst und Anspannung den Alltag zunehmend bestimmen
Angst ist eine normale und wichtige Reaktion. Sie kann uns vor Gefahren schützen und dabei helfen, aufmerksam und vorsichtig zu handeln. Belastend wird sie vor allem dann, wenn sie sehr häufig auftritt, besonders stark erlebt wird oder den Alltag zunehmend einschränkt.
Manche Menschen vermeiden bestimmte Situationen, ziehen sich zurück oder beschäftigen sich über längere Zeit mit möglichen Gefahren. Andere erleben eine anhaltende innere Unruhe, starke körperliche Anspannung oder das Gefühl, kaum noch abschalten zu können.
Häufig entsteht dabei ein Kreislauf aus belastenden Gedanken, körperlichen Reaktionen, Vermeidung und kurzfristiger Erleichterung. Psychotherapie kann dabei unterstützen, diese Zusammenhänge besser zu verstehen und schrittweise einen anderen Umgang mit Angst und Anspannung zu entwickeln.
Mögliche Anzeichen und Belastungen
Eine psychotherapeutische Abklärung kann unter anderem sinnvoll sein, wenn Sie:
häufig unter starken Sorgen oder Befürchtungen leiden,
bestimmte Situationen zunehmend vermeiden,
wiederholt intensive Angst oder Panik erleben,
sich körperlich häufig angespannt, nervös oder rastlos fühlen,
nur schwer abschalten oder zur Ruhe kommen,
körperliche Reaktionen wie Herzklopfen, Zittern, Schwindel oder Atemnot als bedrohlich erleben,
aus Angst vor Beschwerden Aktivitäten einschränken,
häufig Rückversicherung suchen oder mögliche Gefahren kontrollieren,
durch Grübeln, Angst oder innere Unruhe im Alltag, Beruf oder Schlaf beeinträchtigt sind.
Nicht jede Angstreaktion ist behandlungsbedürftig. Entscheidend ist, wie stark die Beschwerden belasten, wie lange sie bestehen und wie sehr sie persönliche Lebensbereiche einschränken.
Wie Verhaltenstherapie bei Angst arbeitet
In der Verhaltenstherapie betrachten wir gemeinsam, in welchen Situationen Angst oder innere Unruhe auftritt und wodurch sie möglicherweise ausgelöst oder aufrechterhalten wird.
Dabei können unter anderem folgende Fragen eine Rolle spielen:
Welche Situationen, Gedanken oder körperlichen Empfindungen lösen Angst aus?
Wie werden diese Reaktionen bewertet?
Welche Situationen werden vermieden?
Welche Strategien helfen kurzfristig, verstärken die Angst aber möglicherweise langfristig?
Welche neuen Erfahrungen könnten zu mehr Sicherheit und Handlungsspielraum beitragen?
Auf dieser Grundlage entwickeln wir ein individuelles Erklärungsmodell und konkrete Therapieziele. Je nach Anliegen können Gespräche, Selbstbeobachtung, Übungen zur Aufmerksamkeitssteuerung, der Umgang mit körperlicher Anspannung oder die schrittweise Annäherung an vermiedene Situationen Teil der Therapie sein.
Dabei geht es nicht darum, Angst vollständig zu beseitigen. Ziel ist vielmehr, sie besser einordnen zu können und den eigenen Alltag nicht dauerhaft von ihr bestimmen zu lassen.
Angst und körperliche Reaktionen
Angst wird häufig nicht nur gedanklich, sondern auch körperlich erlebt. Möglich sind beispielsweise:
Herzklopfen oder beschleunigter Puls,
Schwitzen oder Zittern,
Muskelanspannung,
Schwindel oder Benommenheit,
Druck- oder Engegefühle,
eine veränderte Atmung,
Übelkeit oder andere Magen-Darm-Beschwerden.
Diese Reaktionen können unangenehm und beängstigend sein. Sie sind jedoch nicht automatisch ein Hinweis auf eine psychische Ursache. Neue, starke oder unklare körperliche Beschwerden sollten daher medizinisch abgeklärt werden.
Wenn körperliche Stress- und Anspannungsreaktionen eine wesentliche Rolle spielen, kann im Einzelfall auch Biofeedback ergänzend zur Psychotherapie in Betracht gezogen werden. Ob dies sinnvoll erscheint, wird individuell besprochen.
Zielgruppe und Setting
Mein psychotherapeutisches Angebot richtet sich vorwiegend an Erwachsene mit Ängsten, anhaltender innerer Unruhe, belastendem Grübeln oder angstbedingten Einschränkungen.
Die Sitzungen finden als Einzeltherapie in meiner Praxis in Stegersbach statt. Nach vorheriger Vereinbarung können in geeigneten Fällen auch Online-Sitzungen stattfinden. Ob dieses Setting für Ihr Anliegen passend ist, wird individuell besprochen.
Das therapeutische Vorgehen orientiert sich an Ihrer persönlichen Situation, Ihren Zielen und der Art der Beschwerden. Veränderungen werden schrittweise geplant und regelmäßig gemeinsam überprüft.
Ablauf und Rahmenbedingungen
Am Beginn einer möglichen Zusammenarbeit steht ein Erstgespräch. Dabei besprechen wir Ihre aktuelle Situation, die bestehenden Belastungen und Ihre Erwartungen an eine Psychotherapie.
Das Erstgespräch dient auch dazu einzuschätzen, ob eine verhaltenstherapeutische Behandlung für Ihr Anliegen passend erscheint. Wenn wir uns für eine weitere Zusammenarbeit entscheiden, werden Ziele und Vorgehen gemeinsam festgelegt.
Die Häufigkeit der Sitzungen richtet sich nach Ihrem individuellen Bedarf, den therapeutischen Erfordernissen und den verfügbaren Möglichkeiten.
Informationen zu den aktuellen Kosten, zur Absageregelung, zur Verschwiegenheitspflicht und zu meiner Tätigkeit als Psychotherapeut in Ausbildung unter Supervision finden Sie im FAQ-Bereich.
Kontakt und Terminvereinbarung
Für eine erste Anfrage genügt eine kurze Nachricht mit Ihrem Namen, einer Kontaktmöglichkeit und dem Hinweis, dass Sie sich Unterstützung bei Angst oder innerer Unruhe wünschen. Ausführliche persönliche oder medizinische Informationen müssen Sie in einer unverschlüsselten E-Mail nicht übermitteln.
Sie erreichen mich telefonisch oder per SMS unter 0670 555 63 26 sowie per E-Mail unter praxis@psychotherapie-mt.at.
Falls ich während einer Sitzung nicht erreichbar bin, melde ich mich in der Regel innerhalb von 48 Stunden zurück.
